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Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk in Rayerschied

Die Geschichte unserer Kirche

Kommt man nach Rayerschied, so fällt der markante 35m hohe Kirchturm auf, der dass Ortsbild der Gemeinde Rayerschied prägt. Es handelt sich um die Pfarrkirche der Pfarrei Rayerschied, die dem hl. Johannes Nepomuk, einem aus Prag stammenden Pfarrer, der da er das Beichtgeheimnis wahrte und deswegen in der Moldau ertränkt wurde, geweiht ist. Zu der Pfarrei Rayerschied gehören die Dörfer Benzweiler, Pleizenhausen, Bergenhausen, Steinbach, Budenbach, Riegenroth und Kisselbach.

Bereits früh finden sich in Rayerschied Zeichen des christlichen Glaubens. Rayerschied lag ursprünglich im Pfarrsprengel des Zisterzienserklosters Kumbd. Eine Kapelle bestand bereits 1361. Stifter waren die Ritter von Schöneberg auf Wesel. Nach der Reformation zerfiel diese Kapelle, wurde aber um 1620 wieder aufgebaut und mit der Pfarrei Schöneberg vereinigt. 1840 war die tiefe Lage des Fußbodens so feucht, dass der die Kirche umgebende Friedhof abgetragen werden musste. Als Pastor Franz Hobusch im Jahre 1859 nach Rayerschied kam, stand er daher vor einer denkbar schwierigen Aufgabe. Sowohl die Kirche als auch das Pfarrhaus befanden sich in einem schlechten baulichen Zustand.

Pastor Hobusch baute im Jahre 1867 ein neues Pfarrhaus in Rayerschied. Im Jahre 1872 wurde bereits ein Neubau in Erwägung gezogen. Dieses Vorhaben kam jedoch nicht zur Ausführung, wegen des Kulturkampfes, aber auch weil die Katholiken von Kisselbach und der umliegenden Dörfer sich dagegen sträubten. Pastor Hobusch startete erneut einen Versuch im Jahre 1883 doch dieses Vorhaben scheiterte.
Pastor Heinrich Seul kam im Jahre 1894 nach Rayerschied. Er baute dann, als die Katholiken von Kisselbach und Umgebung nun endlich ihre Mithilfe zugesagt hatten, im Jahre 1896 eine neue im neugotischen Stil erbaute Kirche. Am Namenstag des hl. Johannes von Nepomuk am 16.05.1900 wurde die Kirche durch Weihbischof Karl Ernst Schrod konsekriert. Der Kostenvoranschlag vom Jahre 1972 war: 16 - 17.000 Thr.

In den fünfziger Jahren wurde die Kirche erstmals renoviert. Glücklicherweise wurde seinerseits beim Anstrich Kalkfarbe verwendet, so dass Restaurator Günther Daniel in den Jahren 1992 - 1994 einen sogenannten Analoganstrich vornehmen konnte, der sich exakt am ursprünglichen Anstrich orientierte. Die Kirche gilt unter Kennern als einmalig, weil alles von der Kirchenbank bis zum Anstrich komplett und orginalgetreu erhalten ist.

Am 21.05.2000 zur 100 Jahr Feier wurden zwei neue Glocken durch Regionaldekan Richard Baus geweiht. Die alten Glocken konnten wegen Risse nicht mehr benutzt werden.


Beschreibung der Kirche St. Johannes Nepomuk

Betritt man die Kirche so fällt sofort der Chorbogen auf, mit dem Bibelzitat: "Kommt alle zu mir, die ihr mühsellig und beladen seid, ich will euch erquicken." Unterhalb des Chorbogens findet man die symbolischen Darstellungen der vier Evangelisten. Auf dem Hochalter aus dem Jahr 1900 wird links das "Letzte Abendmahl" und rechts "Die Erscheinung des Herrn" dargestellt. Im Chor verzieren Darstellungen der "Leidenswergzeuge" die Wände.

Die drei Buntglasfenster im Chor zeigen Bildkompositionen des St. Johannes Nepomuk, St, Wendelinus, St. Apollonia und St. Henricus. Der Taufstein stammt aus dem Jahr 1900, der Deckel aus dem Jahr 1904

Links findet man den Marienalter und den Josefsaltar beide aus dem Jahr 1907.
Kanzel, Hochaltar und Seitenalter wurden vom Bildhauer Wilhelm Mayr, aus Koblenz entworfen.
Die Orgel aus dem Jahr 1902 wurde von dem Orgelbauer Stockhausen aufgestellt.



Die Pastöre seit 1747

1747 – 1767 Johann Nikolaus Müller

1768 – 1784 Johann Nepomuk Nagel

1788 – 1815 August Stockmar

1816 – 1820 Nikolaus Cönen

1821 - 1858 Heinrich Koch

1859 - 1884 Franz Hobusch

1894 - 1900 Heinrich Seul

1900 - 1907 Johann Stein

1907 - 1920 Philipp Hoffmann

1920 - 1934 Josef Fritsch

1934 - 1950 Johann Gergen

1950 - 1964 Gregor Csoti

1964 - 1970 Klemens Schuler

1970 - 1992 Robert Florin

1970 - 1984 Walter Weber

1992 - heute Bernhard Fuchs

Seit 1970 bildet die Pfarrei Rayerschied eine Seelsorgeeinheit im der Pfarrei Simmern. Das Pfarrbüro befindet sich in Simmern.



Evangelische Kirchengemeinde Pleizenhausen
Pfarramtlich verbunden mit den Ev. Kirchengemeinden Ellern und Mörschbach
Pleizenhausen mit den Orten Bergenhausen und Rayerschied



Gemeindebüro:

Kohleweg 3 (im Benjamin-Kossuth-Haus)
Frau Christine Imig
55497 Ellern

Tel: 06764 / 4152
Öffnungszeiten: montags und mittwochs 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Mail: ellern@ekir.de



Pfarrer

Jörg Eckert
Simmerner Str. 4
55497 Ellern

Tel: 06754 / 1369
Fax: 06764 / 302562
Mail: joerg.eckert@ekir.de



Kirche in Pleizenhausen :

Oberweseler Str. 6
Küster: Friedrich Böhm, Tel: 06761 / 908320


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